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Welser Trabrennbahn wird zukunftsfit: Rund 800.000 Euro werden investiert



WELS. Subvention für den Trabrennverein ist am Montag Thema im Welser Gemeinderat. Fast 9000 Besucher waren am Wochenende beim großen Flohmarkt auf der Welser Trabrennbahn. Veranstaltungen wie diese soll es noch öfter geben. "Wir werden die Trabrennbahn als Eventlocation vermehrt nutzen, als wichtige zusätzliche Einnahmequelle", sagt Karl Moisl, Präsident des Welser Trabrennvereins. Denn die in die Jahre gekommene Sportstätte muss dringend saniert werden. Rund 800.000 Euro sollen investiert werden, um die Anlage zukunftsfit zu machen. Geplant sind unter anderem ein neues Stallgebäude, Dach- und Fassadensanierungen, Verbesserungen der Gastronomie, Erneuerung der Sanitärbereiche und eine Optimierung des Geläufs (Bahn). Für rund die Hälfte der Kosten muss der Verein selbst aufkommen. Unterstützung kommt vom Linzer Trabrennverein, der selbst keine eigene Rennbahn hat. Die Stadt Wels und das Land Oberösterreich werden das Projekt fördern.


Vertrag mit der Messe Wels


Im Welser Gemeinderat am Montag steht die Subventionsvereinbarung mit dem Trabrennverein auf der Tagesordnung. "Grundvoraussetzung für die Subventionen ist, dass unser Verein einen großen Anteil selbst trägt", betont Moisl.


Im Frühjahr wurde auch mit der Messe Wels ein 20-Jahre-Vertrag für die Nutzung der Parkflächen auf dem insgesamt 6,4 Hektar großen Gelände, das dem Trabrennverein gehört, vereinbart. "Das ist eine wichtige Basis, um den Sportbetrieb aufrechterhalten zu können", sagt Moisl.


Absiedlung kein Thema mehr


In den vergangenen Jahren stand aufgrund der Erweiterung des Messeareals Richtung Westen und des Abrisses der alten Hallen im östlichen Messegelände für den neuen Volksgarten auch die Absiedlung der Trabrennbahn im Raum. Gemeinsam mit der Stadt Wels war der Verein bereits auf Grundstückssuche an der Peripherie – bis schließlich vor rund eineinhalb Jahren die Entscheidung fiel, dass die neue Messehalle 22 in Nachbarschaft zur Trabrennbahn entstehen wird.


"Wir sind seit 131 Jahren auf dem Standort und bleiben dort", sagt Moisl. Da man aber lange nicht gewusst habe, wie es weitergehe, habe der Verein in den vergangenen Jahren allerdings kaum mehr investiert.


Moisl hat in den vergangenen Jahren schon etliche Angebote von privaten Investoren und Bauträgern erhalten, die auf das 64.000 Quadratmeter große Grundstück in bester Lage ein Auge geworfen hatten.


Wertvolles Grundstück


"Wäre es Bauland, wäre das Grundstück 15 bis 20 Millionen Euro wert, aber ich bin noch nicht in Versuchung geraten, im Sinne des Trabrennsports nein", sagt Moisl. Und das soll, wenn es nach ihm gehe, auch in den nächsten 100 Jahren so bleiben. Der 72-Jährige ist seit mehr als vier Jahrzehnten Trabrennfahrer und fährt immer noch selbst Rennen.


Wettumsätze verdoppelt


Eine wichtige Einnahmequelle sind die Wetten. In den vergangenen zwei Jahren haben sich die Wettumsätze verdoppelt, rund 200.000 Euro sind es heuer. Die Trabrennsaison dauert noch bis Anfang November. Gewettet wird nicht nur vor Ort, über einen deutsch-französischen Wettanbieter kann man auch online Wetten abschließen und die Rennen verfolgen. Deshalb plant der Trabrennverein auch, in eine bessere Bild- und Tonübertragung zu investieren.


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